Legasthenie im Erwachsenenalter

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Nachteilsausgleiche

Artikel 3 des Grundgesetzes besagt unter anderem, dass Niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt werden darf. Dieser Gleichheitsgrundsatz stellt die rechtliche Grundlage für die Gewährung eines Nachteilsausgleichs dar.


Was ist das?

Den Begriff „Nachteilsausgleich” werden Sie vielleicht noch aus Ihrer Schulzeit kennen. Es geht darum, den Nachteil, den Sie aufgrund Ihrer Legasthenie bei schriftlichen Anforderungen (Lesen oder Schreiben) haben, auszugleichen. Es geht nicht um eine Prüfungserleichterung oder um das Erlangen eines Vorteils. Zum besseren Verständnis stellen Sie sich einfach einen Brillenträger vor. Dieser wäre ohne seine Brille (hier der Nachteilsausgleich) klar benachteiligt gegenüber anderen Menschen, die ohne Probleme sehen können. Sein Nachteilsausgleich hat jedoch nichts mit den eigentlichen Anforderungen zu tun; er muss über das gleiche Wissen und Können verfügen, wie alle anderen auch. So verhält es sich auch bei einer Legasthenie.

Der Anspruch auf einen Nachteilsausgleich ist gesetzlich verankert und in den jeweiligen Ausbildungs- und Studienordnungen näher geregelt.


Wie beantrage ich einen Nachteilsausgleich?

Das Beantragen eines Nachteilsausgleiches ist in den einzelnen Bildungseinrichtungen sehr unterschiedlich. Für alle gilt jedoch, dass Sie eine aktuelle fachärztliche oder psychologische Bescheinigung über die bestehende Legasthenie benötigen. Diese sollte eventuell schon Möglichkeiten hinsichtlich bestimmter Hilfen bzw. Hilfsmittel enthalten. Oftmals ist eine zusätzliche persönliche Stellungnahme erforderlich. Kümmern Sie sich rechtzeitig um die Beantragung, da die nötigen Schritte erfahrungsgemäß viel Zeit in Anspruch nehmen.

Herzlich willkommen!



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